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Adjuvante Behandlungsmethoden der Epilepsie des Hundes
De Schrijver R: Prakt Tierärztin 107 (7): 606–622, DOI 10.2376/2944-7399-2621
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Adjuvante Behandlungsmethoden der Epilepsie des Hundes
Adjuvant treatment options for dogs with epilepsy
De Schrijver R: Prakt Tierärztin 107 (7): 606–622,
DOI 10.2376/2944-7399-2621
DOI 10.2376/2944-7399-2621
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Foto: kittima - stock.adobe.com |
Zusammenfassung
Ziel: Beschrieben werden verschiedene Behandlungsmethoden der medikamentenresistenten, idiopathischen Epilepsie. Es wird diskutiert, ob humanmedizinische Alternativen bereits routinemäßig in der tiermedizinischen Praxis eingesetzt werden können.
Ergebnisse: Die Medium-Chain-Triglyceride(MCT)-Diät zeigt sich vielversprechend und kann eine kostengünstige und meist gut verträgliche Lösung darstellen. Der Einfluss des Darmmikrobioms auf die Pathogenese und somit auf die Behandlung epileptischer Anfälle scheint ebenfalls von großer Bedeutung zu sein. Verschiedene Methoden aus dem Gebiet der Neurostimulation zeigen Potenzial. Insbesondere die repetitive transkranielle Magnetstimulation ist aufgrund ihrer Praktikabilität und hohen Sicherheit gut in die tierärztliche Praxis zu integrieren. Studien weisen auf potenziell positive Effekte einer Behandlung mit Cannabidiol hin. Zugleich ist die Aussagekraft dieser Ergebnisse aufgrund eines möglichen Placeboeffektes teilweise eingeschränkt. Die rechtliche Lage erschwert zudem den Einsatz in der Praxis. Die chirurgische Behandlung und die tiefe Hirnstimulation wurden bisher zu wenig untersucht und sind somit noch keine realistische Option.
Schlussfolgerung: Neben der bereits weitverbreiteten MCT-Diät können bei der Behandlung der medikamentenresistenten Epilepsie weitere adjuvante Behandlungsmethoden zum Einsatz kommen. Auf vielen Gebieten sind weitere wissenschaftliche Studien erforderlich, um eine fundierte Einschätzung der Effizienz und Praktikabilität zu ermöglichen.
Praktische Relevanz: Epilepsie ist die häufigste chronische neurologische Erkrankung beim Hund. In etwa 50 % der Fälle liegt eine idiopathische Epilepsie vor. Hiervon leidet ein Drittel an einer medikamentenresistenten Epilepsie, welche einen großen Einfluss auf die Lebensqualität des Hundes und Besitzers haben kann. Um auch diesen Patienten eine adäquate Anfallskontrolle zu ermöglichen, ist die Anwendung nicht-medikamentöser Behandlungsmethoden erforderlich.
Ergebnisse: Die Medium-Chain-Triglyceride(MCT)-Diät zeigt sich vielversprechend und kann eine kostengünstige und meist gut verträgliche Lösung darstellen. Der Einfluss des Darmmikrobioms auf die Pathogenese und somit auf die Behandlung epileptischer Anfälle scheint ebenfalls von großer Bedeutung zu sein. Verschiedene Methoden aus dem Gebiet der Neurostimulation zeigen Potenzial. Insbesondere die repetitive transkranielle Magnetstimulation ist aufgrund ihrer Praktikabilität und hohen Sicherheit gut in die tierärztliche Praxis zu integrieren. Studien weisen auf potenziell positive Effekte einer Behandlung mit Cannabidiol hin. Zugleich ist die Aussagekraft dieser Ergebnisse aufgrund eines möglichen Placeboeffektes teilweise eingeschränkt. Die rechtliche Lage erschwert zudem den Einsatz in der Praxis. Die chirurgische Behandlung und die tiefe Hirnstimulation wurden bisher zu wenig untersucht und sind somit noch keine realistische Option.
Schlussfolgerung: Neben der bereits weitverbreiteten MCT-Diät können bei der Behandlung der medikamentenresistenten Epilepsie weitere adjuvante Behandlungsmethoden zum Einsatz kommen. Auf vielen Gebieten sind weitere wissenschaftliche Studien erforderlich, um eine fundierte Einschätzung der Effizienz und Praktikabilität zu ermöglichen.
Praktische Relevanz: Epilepsie ist die häufigste chronische neurologische Erkrankung beim Hund. In etwa 50 % der Fälle liegt eine idiopathische Epilepsie vor. Hiervon leidet ein Drittel an einer medikamentenresistenten Epilepsie, welche einen großen Einfluss auf die Lebensqualität des Hundes und Besitzers haben kann. Um auch diesen Patienten eine adäquate Anfallskontrolle zu ermöglichen, ist die Anwendung nicht-medikamentöser Behandlungsmethoden erforderlich.
Schlüsselwörter
medikamentenresistent, idiopathisch, nicht-pharmakologisch, Neurostimulation, MCT-Diät
Summary
Objective: This article describes various treatment methods for drug-resistant, idiopathic epilepsy. It discusses whether human medicine alternatives can already be routinely used in veterinary practice.
Results: The Medium Chain Triglyceride (MCT) diet has already shown some promising outcomes and can be a cost-effective and generally well-tolerated solution. The influence of the gut microbiome on the pathogenesis and thus treatment of epileptic seizures also appears to be of great importance. Various methods from the field of neurostimulation show potential. Repetitive transcranial magnetic stimulation in particular can be easily integrated into veterinary practice due to its practicality and high safety profile. Studies suggest that treatment with cannabidiol may have positive effects. At the same time, the validity of these findings is somewhat limited due to a possible placebo effect. The legal situation makes its use in practice difficult. Surgical treatment and deep brain stimulation have not yet been sufficiently researched and are therefore not a realistic option so far.
Conclusion: In addition to the already widely used MCT diet, other adjunctive treatment methods can be employed in the management of drug-resistant epilepsy. Further scientific studies are needed in many areas to enable an informed assessment of their efficiency and practicability.
Clinical relevance: Epilepsy is the most common chronic neurological disease in dogs. Idiopathic epilepsy is present in 50% of cases. Of these, one third suffer from drug-resistant epilepsy, which can have a major impact on the quality of life of the dog and owner. In order to provide these patients with adequate seizure control, the use of non-pharmacological treatment options is necessary.
Results: The Medium Chain Triglyceride (MCT) diet has already shown some promising outcomes and can be a cost-effective and generally well-tolerated solution. The influence of the gut microbiome on the pathogenesis and thus treatment of epileptic seizures also appears to be of great importance. Various methods from the field of neurostimulation show potential. Repetitive transcranial magnetic stimulation in particular can be easily integrated into veterinary practice due to its practicality and high safety profile. Studies suggest that treatment with cannabidiol may have positive effects. At the same time, the validity of these findings is somewhat limited due to a possible placebo effect. The legal situation makes its use in practice difficult. Surgical treatment and deep brain stimulation have not yet been sufficiently researched and are therefore not a realistic option so far.
Conclusion: In addition to the already widely used MCT diet, other adjunctive treatment methods can be employed in the management of drug-resistant epilepsy. Further scientific studies are needed in many areas to enable an informed assessment of their efficiency and practicability.
Clinical relevance: Epilepsy is the most common chronic neurological disease in dogs. Idiopathic epilepsy is present in 50% of cases. Of these, one third suffer from drug-resistant epilepsy, which can have a major impact on the quality of life of the dog and owner. In order to provide these patients with adequate seizure control, the use of non-pharmacological treatment options is necessary.
Keywords
drug-resistent, idiopathic, non-pharmacological, neurostimulation, MCT diet
In diesem Kurs enthalten:
- Artikel zur Fortbildung
- Wissenstest zur ATF-Zertifizierung
Anerkennung
| 1 ATF-Stunde |
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Foto: Privat |
Autor
Rebecca De Schrijver
Tierklinik Neu-Isenburg
Preisinformationen
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Nicht möglich ist die Teilnahme von einer zweiten Person, die außerhalb der Praxis tätig ist.
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- Der Fachbeitrag steht Ihnen dann als PDF-Datei zur Verfügung.
- Die Beantwortung der Fragen erfolgt direkt online über unser Fragebogenmodul.
- Wenn Sie mindestens 3 von 5 Fragen richtig beantworten, wird Ihnen diese Fortbildung mit 1 ATF-Stunde anerkannt.


