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Hautpilze beim Meerschweinchen im Wandel – eine neue Herausforderung in der kulturellen Diagnostik

Körnig J: Prakt Tierarzt (102): 1178–1191 DOI 10.2376/0032-681X-2151

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Hautpilze beim Meerschweinchen im Wandel – eine neue Herausforderung in der kulturellen Diagnostik
Change of pathogenic dermatophytes of guinea pigs – a new challenge in cultivating diagnostics
Körnig J: Prakt Tierarzt 102 (11): 1178–1191 DOI 10.2376/0032-681X-2151
Foto: Jennifer Körnig
Zusammenfassung
Lange Zeit galt Trichophyton (T.) mentagrophytes als der klassische Hautpilz beim Meerschweinchen. In den letzten Jahren hat sich allerdings immer mehr dessen teleomorphe (imperfekte) Form Trichophyton (T.) benhamiae (Synonym: Arthroderma benhamiae) durchgesetzt. Auch an der Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen (LUA) in Sachsen ist diese Entwicklung erkennbar. So lag 2018 der Anteil der auf T. mentagrophytes positiv getesteten dermatologischen Proben von Meerschweinchen bei 62 %. Nur zwei Jahre später wurden zum größten Teil (54 %) T. benhamiae diagnostiziert. Dieser Zoonoseerreger spielt auch in der Humanmedizin eine immer größere Rolle. Seit 2010 gilt T. benhamiae als das am stärksten verbreitete zoophile Hautpathogen bei Kindern in Deutschland. Dabei stellt das Meerschweinchen sehr oft die Infektionsquelle dar. Neben den beiden Trichophyton-Formen kann ebenfalls, wenn auch recht selten, Microsporum (M.) canis beim Meerschweinchen Dermatomykosen hervorrufen. Die exakte Differenzierung zwischen den drei am häufigsten vorkommenden Hautpilzen stellt in der kulturellen Diagnostik eine wesentliche Herausforderung dar. T. benhamiae wächst auf den Pilznährböden mit einer sehr ähnlichen Kulturmorphologie (gelber Thallus) wie M. canis, ähnelt allerdings mikroskopisch T. mentagrophytes. Mittlerweile sind gute PCR-Testsysteme zur Dermatophytendiagnostik direkt aus dem Probenmaterial etabliert und außerdem zeigt die MALDI-TOF(matrix-assisted laser desorption/ionization time-of-flight)-Massenspektrometrie (MS) zunehmend sichere Ergebnisse bei der Identifizierung von Hautpilzen. Der Nachweis mittels kultureller Anzüchtung von Dermatophyten zählt allerdings in der Veterinärmedizin auch heute noch als Goldstandard. Nicht zuletzt, weil mit dieser Methode ausschließlich vitale und damit sprossfähige Dermatophyten diagnostiziert werden.
Schlüsselwörter
Trichophyton benhamiae, Trichophyton mentagrophytes, Microsporum canis, zoophile Dermatophyten, Dermatomykosen
Summary
For a long time, Trichophyton (T.) mentagrophytes was considered the classical skin fungus in guinea pigs. In recent years, however, its teleomorphic (imperfect) form Trichophyton (T.) benhamiae (synonym: Arthroderma benhamiae) has become increasingly prevalent. This development can also be seen in the region of Saxony, Germany. Thus, in 2018, 62% of the dermatological samples of guinea pigs were tested positive for Trichophyton (T.) mentagrophytes. Only two years later T. benhamiae was mainly diagnosed (54%). This zoonotic pathogen also plays an increasingly important role in human medicine. Since 2010 T. benhamiae is considered the most prevalent zoophilic skin pathogen in children in Germany. Therefore, the guinea pig represents the most frequent source of infection. In addition to the two Trichophyton forms, Microsporum (M.) canis can also occur in guinea pigs, although quite rarely. Accurate differentiation between the three most common dermatophytes in guinea pigs poses a significant challenge in cultural diagnosis. T. benhamiae grows on the fungal agar with a very similar morphology (yellow thallus) as M. canis, but resembles T. mentagrophytes microscopically. Meanwhile, highly sensitive PCR testing systems to use directly with original specimens are also established in dermatophyte diagnostics and MALDI-TOF (matrix-assisted laser desorption/ionization time-of-flight) mass spectrometry (MS) shows increasingly reliable results in the identification of skin fungi. However, the detection through cultivation is still considered the gold standard in veterinary medicine. Especially because with this method only vital – and therefore sprout-capable – dermatophytes are diagnosed.
Keywords
Trichophyton benhamiae, Trichophyton mentagrophytes, Microsporum canis, zoonotic dermatophytes, dermatomycoses
In diesem Kurs enthalten:
1: Artikel zur Fortbildung 
2: Wissenstest zur ATF-Zertifizierung
Anerkennung
1 ATF-Stunde
Foto: Privat
Autorin
Jennifer Körnig
Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen Sachsen
Preisinformationen
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