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Kutaner Lupus erythematodes und Pemphigus foliaceus beim Hund – Ein Update zu Klinik und Diagnostik

Klopfleisch R: Prakt Tierarzt 101 (11) : 1061–1078 DOI 10.2376/0032-681X-2040

Reiter

Kutaner Lupus erythematodes und Pemphigus foliaceus beim Hund – Ein Update zu Klinik und Diagnostik
Cutaneous Lupus erythematodes and Pemphigus foliaceus in dogs – An update on clinical symptoms and diagnostics
Klopfleisch R: Prakt Tierarzt 101 (11): 1061–1078
DOI 10.2376/0032-681X-2040
Foto: Christiane Weingart, Kleintierklinik der FU Berlin
Zusammenfassung
Sowohl Lupus erythematodes (LE) als auch Pemphigus foliaceus sind seltene Autoimmunkrankheiten beim Hund. Pathogenetisch basieren beide Erkrankungen auf der Bildung von Autoantikörpern, bei denen es sich beim Lupus um antinukleäre Antikörper (ANA) handelt. Beim Pemphigus sind die Autoantikörper hingegen gegen Zellkontaktproteine der Keratinozyten gerichtet.

Der LE wird grundsätzlich in einen systemischen und einen kutanen LE differenziert. Während der systemische LE (SLE) immer mit dem Nachweis von ANA einhergeht und mindestens zwei Organsysteme umfasst (vor allem Gelenke, Niere, Haut/Schleimhaut), ist der kutane LE (KLE) auf die Haut beschränkt. Der KLE wird momentan in fünf Unterformen unterteilt: vesikulär, exfoliativ, mukokutan, fazial diskoid und generalisiert diskoid. Unabhängig von der Subklassifizierung stellt die Immunsuppression die einzige mögliche und immer palliative Therapie aller KLE-Formen dar. Hierbei werden orale Glukokortikoid- und Ciclosporingabe und/oder topische Tacrolimusbehandlung sowie UV-Licht-Vermeidung empfohlen. Diese führen bei vesikulärer, mukokutaner und diskoider KLE-Form bei der Mehrheit der Hunde zu einer Remission der Symptome. Vor allem Hunde mit exfoliativem KLE, aber auch ein Teil der Hunde mit den anderen KLE-Formen, sprechen jedoch nicht auf die gängigen Therapieformen an.
Schlüsselwörter
Lupus erythematodes, Pemphigus foliaceus, klinische Symptome, Pathologie, Dermatologie, Autoimmunkrankheiten
Summary
Both lupus erythematosus (LE) and pemphigus foliaceus are rare autoimmune diseases in dogs. Pathogenetically, both diseases are based on the formation of autoantibodies, which in lupus are anti-nuclear antibodies (ANA). In pemphigus, on the other hand, the autoantibodies are directed against cell contact proteins of the keratinocytes.

The LE is basically differentiated into a systemic and a cutaneous LE. While the systemic PE (SLE) is always accompanied by the detection of ANA and includes at least two organ systems (especially joints, kidneys, skin/mucous membrane), cutaneous PE (KLE) is limited to the skin. The KLE is currently divided into five sub-forms: vesicular, exfoliative, mucocutaneous, facial discoid and generalized discoid. Regardless of the subclassification, immunosuppression is the only possible and always palliative therapy for all types of KLE. Oral administration of glucocorticoids and ciclosporin and/or topical treatment of tacrolimus, as well as avoidance of UV light, are recommended. In vesicular, mucocutaneous, and discoid KLE, these lead to a remission of symptoms in the majority of dogs. Above all, dogs with exfoliative KLE but also some of the dogs with the other KLE forms do not respond to the common forms of therapy.
Keywords
Lupus erythematosus, Pemphigus foliaceous, clinical symptoms, pathology, dermatology, autoimmune disease
Anerkennung
1 ATF-Stunde
Foto: Privat
Autor
Robert Klopfleisch
Fachtierarzt für Pathologie und Diplomate des American College of Veterinary Pathologists. Seit 2007 beschäftigt er sich am Institut für Tierpathologie der Freien Universität Berlin intensiv mit veterinärmedizinischer Onkologie und digitaler Pathologie.
Preisinformationen
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