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Hauterkrankungen bei Saugferkeln – Teil 2: Nicht-infektiöse Hauterkrankungen

Meyer K, Beineke A, große Beilage E: Prakt Tierärztin 107 (6): 552–563, DOI 10.2376/2944-7399-2619 Dieser ATF-anerkannte Artikel ist zur Fortschreibung der Fortbildungspflicht gemäß § 7(2) SchHaltHygV geeignet.

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Hauterkrankungen bei Saugferkeln – Teil 2: Nicht-infektiöse Hauterkrankungen
Skin diseases in suckling piglets – part 2: non-infectious skin diseases
Meyer K, Beineke A, große Beilage E: Prakt Tierärztin 107 (6): 552–563,
DOI 10.2376/2944-7399-2619
Foto: CNL IMAGE 360°- Fotolia.com
Zusammenfassung
Nicht-infektiöse Hauterkrankungen von Saugferkeln sind Hautveränderungen, die durch Ernährung, Ferkelumgebung, Management sowie erbliche Komponenten hervorgerufen werden. Nutritive Hauterkrankungen wie Zink- oder Biotinmangel sind eher selten, da schweinehaltende Betriebe häufig auf entsprechend substituierte Fertigfuttermischungen zurückgreifen. Dagegen rücken bei Ferkeln Hauterkrankungen in den Fokus, die durch das Management beeinflusst sind. Saugferkel können innerhalb der ersten Lebenstage Läsionen an Kopf, Gliedmaßen, Klauen und Ohren zeigen. In der Regel liegen den Läsionen haltungs- und managementbedingte Ursachen wie die Konkurrenzsituation am Gesäuge (Bissverletzungen) oder die Bodenbeschaffenheit (Abrasionen) zugrunde. Brandverletzungen, Kontaktdermatitiden und Verätzungen der Haut treten bei Saugferkeln nach Kontakt zu den entsprechenden Noxen in der Ferkelumgebung auf. So können Hitzeeinflüsse oder Rückstände von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln zu erheblicher Schädigung der Haut führen. Die Pityriasis rosea, die Dermatosis vegetans, die Epitheliogenesis imperfecta sowie die Hypotrichie sind angeborene Hauterkrankungen. Die thrombozytopenische Purpura ist dagegen auf die Aufnahme Thrombozyten agglutinierender Antikörper mit dem Kolostrum zurückzuführen und betrifft ausschließlich Saugferkel nach der ersten Kolostrumaufnahme.

Praktische Relevanz: Haltungsbedingten Hautläsionen wird eine zunehmende Bedeutung zugesprochen, da diese mit Leistungseinbußen und Sekundärinfektionen einhergehen können. Es empfiehlt sich, Aspekte im Management und die Ferkelumgebung regelmäßig kritisch zu prüfen.
Schlüsselwörter
Dermatitis, Hautläsion, Ferkelgesundheit
Summary
Non-infectious skin diseases in suckling piglets include skin nutrition, piglet environment, management and hereditary factors. Nutritional skin lesions are caused by nutrition, piglet environment, management and hereditary factors. Diseases, such as zinc or biotin deficiency are relatively rare, as pig farms often use pre-mixed feed that has been supplemented accordingly. In contrast, skin diseases in piglets that are influenced by management are becoming a focus of attention. Suckling piglets can develop lesions on their head, limbs, hooves and ears within the first few days of life. These lesions are usually caused by conditions and management practices, such as competition at the teat (bite wounds) or the condition of the floor (abrasions). Burn injuries, contact dermatitis and chemical burns of the skin occur in suckling piglets after contact with the associated toxins in the piglet environment. Heat effects or residues from cleaning agents and disinfectants can cause significant damage to the skin. Pityriasis rosea, dermatosis vegetans, epitheliogenesis imperfecta and hypotrichosis are congenital skin diseases. Thrombocytopenic purpura is caused by the intake of plated-agglutinating antibodies with colostrum and affects only suckling piglets after their first intake of colostrum.

Clinical relevance: Lesions caused by farming conditions are becoming increasingly important, as they can be associated with reduced performance and secondary infections. It is advisable to critically examine the piglet environment.
Keywords
dermatitis, skin lesion, piglet health 
In diesem Kurs enthalten: 
  1. Artikel zur Fortbildung
  2. Wissenstest zur ATF-Zertifizierung
Dieser ATF-anerkannte Artikel ist zur Fortschreibung der Fortbildungspflicht gemäß § 7(2) SchHaltHygV geeignet.
Anerkennung
1 ATF-Stunde
Foto: Fotokult
Autor
Katharina Meyer
Tierärztliche Hochschule Hannover, Außenstelle für Epidemiologie (Bakum)
Preisinformationen
Die ATF-anerkannte interaktive Fortbildung können Sie bequem online erwerben.
Abonnenten von Die Praktische Tierärztin bestellen kostenfrei (maximal ein Teilnehmer pro Abonnement)!
Sonderregelung für Praxen:
Innerhalb einer Praxis können maximal zwei Teilnehmer pro Abonnement die Fortbildungen kostenfrei nutzen (1 Inhaber und 1 Assistent oder 2 Inhaber nehmen teil). Hierzu muss sich jeder Teilnehmer einzeln registrieren, einloggen sowie die Bestellung durchführen.
Nicht möglich ist die Teilnahme von einer zweiten Person, die außerhalb der Praxis tätig ist.
  • Die Fortbildung können Sie einmalig wiederholen.
  • Die Teilnahme ist innerhalb eines Jahres ab Publikationsdatum, in diesem Fall bis zum 2. Juni 2027, möglich.
  • Der Fachbeitrag steht Ihnen dann als PDF-Datei zur Verfügung.
  • Die Beantwortung der Fragen erfolgt direkt online über unser Fragebogenmodul.
  • Wenn Sie mindestens 3 von 5 Fragen richtig beantworten, wird Ihnen diese Fortbildung mit 1 ATF-Stunde anerkannt.
Normalpreis  24,90 €
(inkl. MwSt)

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