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Hauterkrankungen bei Saugferkeln – Teil 1: Haut und infektiöse Hauterkrankungen

Meyer K, Beineke A, große Beilage E : Prakt Tierärztin 107 (5): 454–467, DOI 10.2376/2944-7399-2615 Dieser ATF-anerkannte Artikel ist zur Fortschreibung der Fortbildungspflicht gemäß § 7(2) SchHaltHygV geeignet.

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Hauterkrankungen bei Saugferkeln – Teil 1: Haut und infektiöse Hauterkrankungen
Skin diseases in suckling piglets – part 1: skin and infectious skin diseases
Meyer K, Beineke A, große Beilage E : Prakt Tierärztin 107 (5): 454–467,
DOI 10.2376/2944-7399-2615
Foto: Katrin Schnieders
Zusammenfassung
Die Haut des Schweines lässt sich in Epidermis, Dermis und Subkutis gliedern und erscheint histologisch als mehrschichtiges, verhorntes Plattenepithel. Die vorherrschenden Keratinozyten unterliegen einer ständigen Differenzierung, die zu einer zunehmenden Verhornung führt, während sie die Zellen von den basalen Schichten zur Oberfläche schieben. In der embryonalen Entwicklung weist die Haut des Schweinefetus mit der „epidermalen Zone“ eine Besonderheit auf. Diese Membran bedeckt das Ferkel intrauterin und kurz nach der Geburt.

Hauterkrankungen von Saugferkeln können infektiösen oder nicht infektiösen Ursprungs sein. Viral bedingte Hautläsionen bei Feten und Ferkeln können durch das Schweinepockenvirus verursacht werden und zu pockenartigen Hautläsionen führen. Differenzialdiagnostisch sind dabei einige anzeigepflichtige Tierseuchen zu berücksichtigen. Die Maul- und Klauenseuche, die vesikuläre Schweinekrankheit und die vesikuläre Stomatitis äußern sich durch aphtenartige Läsionen, die mit Erosionen und Ulzerationen einhergehen können und sich anhand der Klinik nicht differenzieren lassen. Andere anzeigepflichtige Virusinfektionen, die Afrikanische und die Klassische Schweinepest können dermale Zyanosen, Petechien sowie Ekchymosen hervorrufen. Bei den bakteriellen Hautinfektionen tritt die exsudative Epidermitis, verursacht durch Staphylococcus hyicus, häufiger bei Saugferkeln auf. Erkrankte Ferkel entwickeln Krusten mit Exsudationen, sodass ihre Haut von schmierigen Belägen bedeckt ist. Rotlauf, eine Zoonose, zeigt in seiner akuten, kutanen Form die pathognomonischen rautenförmigen „Backsteinblattern“. Die bedeutendste Ektoparasitose des Schweins ist die Sarcoptes-Räude, die sich durch Juckreiz und Überempfindlichkeitsreaktionen äußert.

Praktische Relevanz: Im Artikel werden die Funktion und der Aufbau der Haut mit seinen Besonderheiten sowie die für die Praxis wichtigsten infektiösen Krankheitsursachen erläutert.
Schlüsselwörter
Dermatitis, Hautläsion, Ferkelgesundheit
Summary
The skin of a pig can be classified into epidermis, dermis and subcutis. Histologically, the skin is a multilayered, keratinized squamous epithelium. The predominant keratinocytes are in a state of constant differentiation and become progressively more keratinized. During this period, the cells migrate from the basal layers to the surface. In embryonic development, the skin of the pig fetus forms the “epidermal zone”. The epidermal zone is a membrane that covers the piglet intrauterinely and shortly after birth. The epidermal zone is a special feature of piglets.

Skin diseases in suckling piglets can be infectious or non-infectious in origin. Viral skin lesions in fetuses and piglets can be caused by the swine pox virus, resulting in pox-like skin lesions. Several notifiable animal diseases must be considered in the differential diagnosis. Foot and mouth disease, vesicular swine disease and vesicular stomatitis can manifest as aphthous lesions, possibly accompanied by erosions and ulcerations. This disease cannot be differentiated from the basis of clinical presentation. Other notifiable viral infections, such as African swine fever and classical swine fever, can cause dermal cyanosis, petechiae and ecchymoses. Among bacterial skin infections, exudative epidermitis caused by Staphylococcus hyicus occurs more frequently in suckling piglets. Affected piglets develop crusts with exudation, covering their skin with greasy deposits. Erysipelas is a zoonosis and in its acute, cutaneous form, manifests itself in the pathognomonic rhomboid “diamond skin” lesions. The most significant ectoparasitosis in pigs is sarcoptic mange, which manifests itself in itching and hypersensitivity reactions.

Clinical relevance: This article explains the function and structure of the skin, including its unique characteristics and the most common causes of infectious diseases, with a focus on clinical practice.
Keywords
dermatitis, skin lesion, piglet health 
In diesem Kurs enthalten: 
  1. Artikel zur Fortbildung
  2. Wissenstest zur ATF-Zertifizierung
Anerkennung
1 ATF-Stunde
Foto: Fotokult
Autor
Katharina Meyer
Tierärztliche Hochschule Hannover, Außenstelle für Epidemiologie (Bakum)
Preisinformationen
Die ATF-anerkannte interaktive Fortbildung können Sie bequem online erwerben.
Abonnenten von Die Praktische Tierärztin bestellen kostenfrei (maximal ein Teilnehmer pro Abonnement)!
Sonderregelung für Praxen:
Innerhalb einer Praxis können maximal zwei Teilnehmer pro Abonnement die Fortbildungen kostenfrei nutzen (1 Inhaber und 1 Assistent oder 2 Inhaber nehmen teil). Hierzu muss sich jeder Teilnehmer einzeln registrieren, einloggen sowie die Bestellung durchführen.
Nicht möglich ist die Teilnahme von einer zweiten Person, die außerhalb der Praxis tätig ist.
  • Die Fortbildung können Sie einmalig wiederholen.
  • Die Teilnahme ist innerhalb eines Jahres ab Publikationsdatum, in diesem Fall bis zum 4. Mai 2027, möglich.
  • Der Fachbeitrag steht Ihnen dann als PDF-Datei zur Verfügung.
  • Die Beantwortung der Fragen erfolgt direkt online über unser Fragebogenmodul.
  • Wenn Sie mindestens 3 von 5 Fragen richtig beantworten, wird Ihnen diese Fortbildung mit 1 ATF-Stunde anerkannt.
Normalpreis  24,90 €
(inkl. MwSt)

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